Unsere Radreise 2026
Startet in Spanien - Málaga.
⬇️ Tägliche Reiseberichte ⬇️
- Mit dem Wissen aus unserer letzten großen Rad Weltreise packen wir wieder alles in unsere bewerten Ortlieb Radtaschen..
- Sissy hat 23kg Gepäck und ich 27kg mit
- Sissys Reiserad wiegt 15 kg, meins 17kg
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Unser Abreisetag
24.03.2026
Es geht los. Es ist 6h morgens und unsere Tochter Linda bringt uns zum Flughafen Wien Schwechat.
Es kribbelt wieder in uns und die Sinne sind auf Belastung, Neues und auch Unvorhersehbares geschärft
5:20 der Wecker klingelt.
Nur ein kurzer Kaffee und wir fahren los Richtung Flughafen Schwechat.
Unsere mittlere Tochter hat heute Nacht extra bei uns Übernachtet um uns reinzubringen.
Dieses Mal erleben wir keine negative Überraschung mit den Rädern wie beim letzten Flug nach Neuseeland, wo wir 1500.- nachzahlen mussten am Flughafen.
Nach 2:40 angenehmen ruhigen Flug landen wir in Málaga.
Vor genau 50 Jahren war ich das letzt mal da, damals zum Skifahren in der Sierra Nevada.
Bei der Gepäcks Ausgabe sind unsere Sachen inkl. der Räder sofort da.
In einer stillen Ecke im Ausgangsbereich aber noch im Flughafen Gebäude bauen wir unsere beiden Räder in 1:30 wieder zusammen.
Die Großen Radschachteln „dürfen“ wir ihnen schenken, da freuen sie sich sicher.
Wir machen uns auf dem Weg zu unseren vorbestellten Quartier im Zentrum von Málaga. Es hat angenehme 20 Grad und schon nach kurzer Zeit sind wir am Meer.
Weil wir nichts zu essen bekommen haben im Flieger kehren wir kurzerhand in ein Café ein wo wir eine Kleinigkeit essen.
Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage liegt mitten im historischen Altstadt Zentrum.
Im kleinen Innenhof dürfen wir dir Räder gesichert abstellen!
Am Nachmittag erkunden wir noch das Zentrum und bummeln durch die Belebten Straßen.
25.03.26 Stadtbesichtung
Bevor wir Richtung Ronda los starten wollen wir uns natürlich noch die wichtigsten Dinge hier in der Stadt ansehen.
Weil wir vieles an Besichtigungen heute vorhaben starten wir zeitig früh gleich zum täglichen Vormittags Markt.
Wir haben schon viele Märkte, aber dieser hier in Málaga gehört zu den großartigsten die wir jemals besucht haben.
In allen Bereichen ist das Angebot so reichhaltig das man aus dem Staunen gar nicht raus kommt was es alles gibt.
Um 8h früh schlürfen wir schon Austern was uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Dann steht auf der Liste Campinggas einkaufen.
Auch hier ist es schon Usus das man seinen Einkauf selbst bei der Kassa bezahlen muss.
Aber so ist halt unsere Zeit und wir müssen mit sonst bleibt man über.
Der nächste Programmpunkt ist die Burg die hoch über der Hafenstadt thront.
Die kleine Bergwanderung lohnt sich letztendlich weil der Ausblick wirklich total entschädigt.
Bevor wir als letzten Programmpunkt das berühmte Pablo Picasso Museum besuchen genießen wir noch in der Sonne Café mit Cheeskake.
Der Museumsbesuch ist wie zu erwarten war super interessant aber auch anstrengend wie eben Museumsbesuche sind!
Insgesamt hat uns Málaga echt super gut gefallen, aber jetzt freuen wir uns day wir morgen schon in unsere Radtour aktiv rein starten in Richtung Ronda!
26.03.26 von Málaga nach Yunguera 80km mit 1388Hm
Um 8:30 verlassen wir unsere Unterkunft in Málaga. Wie eigentlich immer ist das rausfahren aus einer Stadt nicht das angenehmste.
Nach ca. 10km zeigt das Navi auf eine Gravelsstrecke welche sich als Horror entpuppt. Es gab heuer heftige Regenfälle und die sonst so netten Pisten sind teilweise unpassierbar.
Wir kämpfen uns aber durch und finden wieder eine befestigte Straße.
Obwohl wir jetzt besonders genau die Strecke checken verirren wir uns gleich ein 2 mal. Dieses Mal kostet uns der Umweg durch sehr steiles Gelände mehr als 1 Stunde und unnötig viel Kraft!
Aber auch da finden wir raus und so geht es dann weiter in die immer steiler werdenden Berge. Mittags machen wir bei einer Bar Rast und essen unglaublich gute Tapas.
Wir brauchen die Energie eh noch wie sich rausstellen sollte denn der Nachmittag wird zur heftigen Bergtour mit unseren 43kg schweren Räder die noch nicht mit unserer Kraft kompatibel sind.
Wir hätten uns in den Bergen ja gerne ein Zimmer genommen aber es war alles ausgebucht.
So mussten wir bis Yunguera durchfahren um den nächsten Campingplatz zu erreichen.
Erlich gesagt sind wir völlig platt, der Tag hat uns richtig gefordert.
Aber Andalusien ist trotzdem wunderschön und so kann man sich trotzdem freuen!
27.03.26 von Yunguera nach Ronda 38km aber 830 HM
Die Nacht war erholsam obwohl noch bis spät Nachts irgendwelche Hunde in der Nähe bellten.
Trotzdem fanden wir schnell tiefen Schaf nach dem anstrengenden 1 Tag.
Heute stehen zwar nur 38km auf dem Programm aber die gehen eigentlich nur Bergauf und wir reden hier von wirklichen Bergpässen.
Sofort nach dem Dörfchen geht es los.
Gestern Abend waren wir zu erschöpft um noch Essen zu gehen weshalb wir heute Früh besonders ich ordentlich Hunger haben.
Weil wir nicht runter in den Ort fahren wollen radeln wir gleich in die Richtung in welche wir ohnedies müssen.
Nach 8km im ersten Dorf El Burgo nehmen wir die erste Bar und ich hole das Abendessen inkl. dem Frühstück nach!
So gegen 10:15 machen wir uns auf um die 2 vor uns liegenden Pässe zu bezwingen.
Zum Glück ist die Sonne da den wir kommen weit über die Baumgrenze herauf und es geht es staffer kühler Wind.
Solange wir in Bewegung sind ist es mit kurzem Trikot voll okay. Kaum bleibt man stehen will man sich aber sofort was überziehen.
Noch eklatanter ist es bei den Abfahrten.
Wir müssen uns gut einpacken weil der Fahrtwind uns sofort stark abkühlt.
Jetzt wird uns so richtig bewusst das der nasse Frühling hier die Natur so richtig in Fahrt gebracht hat, alles blüht bevor die Sommerhitze hier Einzug halten wird.
Margeriten, Mimosen, Ginster, Blauregen, und andere Pflanzen die ich jetzt nicht benennen kann sind in Vollblüte.
So gegen 13:30 erreichen wir Ronda.
Wir fahren gleich zum vorbestellen Quartier und dürfen schon früher als geplant einchecken.
Nach einer kurzen heißen Dusche gehen wir Ronda erkunden.
Welt bekannt und ein UNESCO Kulturerbe Platz ist natürlich die mächtige Schlucht mit dem Wasserfall der sich wirklich spektakulär Präsentiert!
Wir haben schon viele beeindruckende Schluchten gesehen aber Ronda muss man einfach sagen steht so gut wie über allem was wir bis jetzt gesehen haben.
Von allen Seiten erkunden wir die Schlucht und suchen die besten Perspektiven um die Szenerie bestmöglich einzufangen.
Es ist uns auch nicht zu dumm noch in die tiefe Schlucht abzusteigen um einen direkten Blick auf die hohe Brücke mit dem Wasserfall zu bekommen.
Nach 3 Stunden haben wir alle Seiten erkundet und haben uns ein nun einen Café mit Cheeskake redlich verdient.
Ein fantastischer schöner Erlebnisreicher Tag geht zu Ende.
28.03. von Ronda nach bis Via Verde de Sierra 56km mit 505 Hm
Gestern Abend haben wir noch entschieden das wir heute Vormittag noch die Stierkampf Arena besichtigen wollen.
Und sie ist absolut Sehenswert. Im Jahre 1785 wurde sie erbaut und dient bis heute für die hochgehaltene Spanische Tradition.
Viele andere Arenen orientieren sich nach für gelungenen Arena.
So kommen wir wie geplant heute erst so um 12:15 von Rond los!
Die ersten 36 km führt uns der Weg wieder durch endlos weite Oliven Felder, durchzogen von vielen malerischen Hügeln.
Manchmal kommen wir bei wunderschönen Spanischen Finken vorbei die meistens umringt sind von schlanken Zypressen.
Schon von weiten sieht man die weiße Stadt Olvera auf die wir die ganze Zeit zufahren.
Natürlich ist unser Weg auch heute mit einigen Höhenmetern gespickt, aber nicht mehr so heftig wie in den letzten beiden Tagen.
Aber die große Überraschung kommt noch heute. Von Olvera weg führt ein etwa 35 km langer Bahntrassen Weg der als wunderschöner Radweg beschrieben wird.
Und tatsächlich sind es auch die ersten 5km.
Dann allerdings führt der Weg vorbei an an steil abfallendem Terrain und da beginnen die Probleme. Es hat heuer im Feber ganz heftige Niederschläge gegeben mit großen Überschwemmungen und dabei gab es auch viele Hang Rutschungen und wilde vermurungen.
Und auf genau solche sind wir gestoßen.
Teilweise so arg das wir die Räder umtragen mussten. Dann wieder tiefe Schlammlöcher mit Felsbrocken. Alles Umstände und Situationen die man nicht will, und schon gar nicht wenn man so voll bepackt ist wie wir es sind!
Auf ca. 2-3 km kommen wir nur sehr schwer weiter aber wir kämpfen uns durch und als wir sehen das es vom Gelände wieder offener wird geht es auch wieder normal weiter. Besonders zu erwähnen sind die vielen langen meist unbeleuchteten Tunnels.
Viele sind sehr nass und mit Schlaglöchern versehen. Wir haben zwar Licht auf den Räder aber wirklich viel sehen wir trotzdem nicht.
Etwa in der Hälfte dieses Bahntrassen Weges, suche ich einen geeigneten Zeltplatz und werde auch fündig.
In absolut Abgeschiedenheit genießen wir noch die warme Abendsonne vor dem Zelt.
Einziges Manko hier ist das wir Null Handy Verbindung haben.
Also einmal Social Media Abstinenz ist angesagt hahaha.
29.03.26 vom Zeltplatz am Via Verde nach Sevilla 101km mit 635 Hm
Es war die stillste Nacht ever. Weil wir in der absoluten Abgeschiedenheit waren.
Zum Glück sind die noch restlichen 15km am Bahntassen Weg nicht mehr ganz schlimm von den Hochwasser Verwüstungen betroffen
Aber heute kommt am Vormittag dann stürmischer Wind auf. Als wir den Trail verlassen und ins offenere Gelände kommen bläst uns heftigster Gegenwind an.
Die erste Pause machen wir in Setenil de Bodegas wo wir die unglaublichen Felsbalkone besichtigen. Die Menschen haben unter den weit vorspringenden Felsen Geschäfte und Lokale reingebaut und es ist echt eine Attraktion
Dann kämpfen wir uns bis Sevilla weiter durch den heftigen Wind.
Am ärgsten ist es oft wenn er mit voller Wucht seitlich kommt, dann müssen wir mit voller Kraft auf den Leker drücken um nicht umgeworfen zu werden.
Total erschöpft erreichen wir Sevilla Stadt und sind froh in das schon gestern vorbestellte Qurtier einchecken zu können.
Nach einer ausgiebigen Dusche gehen wir Abendessen in der Stadt und relaxen uns.
30.03.26 Stadtbesichtigung in Sevilla
Nach den anstrengenden gestrigen Radtag haben wir heute gleich mal bis 8:30 geschlafen was uns sehr gut getan hat.
Weil wir in der Osterwoche sind und die Spanier die Christlichen Feste feiern geraten wir sofort in Prozessionen.
Tausende Menschen sind in der Stadt auf den Beinen um den festlichen Umzügen beizuwohnen.
Es ist erstaunlich mit wieviel Aufwand alles organisiert ist, aber man spürt das es ihnen wirklich wichtig ist.
Viele junge Menschen sind total in schwarz gekleidet mit hohe spitzen Mützen (Nazarenos / sind Büßer die Sünden haben aber nicht erkannt werden wollen)
Dann wieder werden von gut 30 starken Männern schwere Heiligendenkmäler getragen. In den engen Gassen werfen Leute aus den Balkonen frische Blumenblüten auf die darunter ziehende Prozession.
Überhaupt sind die Cathedrale und der Königspalast unglaubliche Gebäude,
Viele wollen auch hinein, wir aber nicht weil die Schlagen zur Kassa hunderte Meter betragen.
Zu Mittag gehen wir eine typische Paeela essen und Nachmittag sitzen wir genüsslich in der warmen Sonne und genießen Kaffee und Kuchen.
Der Höhepunkt neben dem Umzug ist aber eine Flamenco Vorführung die wir uns gestern noch rasch gebucht haben.
Wir lieben das Spanische Temperament und kombiniert mit der rasanten Gittarren Musik ergibt das einen beeindruckenden Spirit.
Wollte man diese fantastische Stadt näher erkunden würde man schon einige Tage dafür einplanen müssen.
Für uns aber geht es morgen wieder weiter
Richtung Camenito del Rey.
31.03.26 Von Sevilla Stadt nach Osuna 103km mit 802 HM
Es hätte nicht zäher kommen können heute.
Zuerst 10 km durch die stark befahrene Stadt hinausfinden ohne fehlgeleitet oder sofort auf die Autobahn zu kommen war eine Challeng für sich.
Aber dann war es so richtig schlimm.
Eine als Nebenstraße parallel zur Autobahn entpuppt sich für 40 km als Horror Feldweg mit allen Übel die man sich nur vorstellen kann.
Tiefe fast unüberwindbare Schlammabschnitte lassen uns fast verzweifeln!
Aber irgendwie weils eh schon Wurscht ist bewältigen wir diese Horrorfahrt und brauchen halt nur sehr lange dafür.
Blöd das wir gestern aber ein Quartier für heute Nacht vorbestellt haben, das außer Reichweite erscheint!
Nach diesem Abschnitt machen wir kräftig Pause, und entschließen uns die noch 50km am späteren Nachmittag zu probieren.
Mit letzten Kräften bei 103 Km und 802 Hm erreichen wir am Abend Osuna.
Duschen, Essen gehen und Story machen geht sich auch noch aus.
Ausschlafen wäre noch gut weil morgen wartet ein neues Abenteuer auf uns!
01.04.26 Von Osuna nach Campingpark Ardales 58km mit 945Hm
Gestern Abend als wir noch Essen gegangen sind waren wieder Umzügen wie wir die schon in SEVILLIA gesehen haben.
Wieder ist der ganze Ort auf den Beinen,
Angeblich sind in allen Orten und Städten die ganze Osterwoche immer am Abend diese aufwändigen Umzüge.
Wir haben im einzigen Hotel des Ortes super gut geschlafen und haben das erste Mal auch Frühstück dabei!
Jetzt gerade schätzen wir das sehr uns nichts extra suchen zu müssen, aber flexibel muss man auf alle Fälle bei so einer Tour schon sein.
Das Navi sagt das uns heute zum nächsten Campingplatz ca 60km mit 900 Hm erwarten.
Und genau so kommt es auch.
Es geht wieder in die Berge und da dürfen wir uns nichts anderes erwarten.
Zum Glück ist so gut wie kein Verkehr.
Aber dafür sind wir mit Steigungen konfrontiert, die wir bis dato noch nicht hatten hier in Andalusien.
Nach ca 38km müssen wir über einen längeren Berg der 15% Steigung zeigt.
Mit unseren schweren Rädern ist bei 17-18% Schluß.
Aber obwohl es längere Abschnitte sind bewältigen wir diese. Wir stellen fest, dass wir wieder in etwa die Kraft haben, die wir uns auf der Weltreise angeeignet haben, obwohl wir etwa 6 Monate fast nix radgefahren sind.
Es verändert sich gerade die Landschaft. Von den ewig andauernden Olivenhainen wechselt das Landschaftsbild hin zu Ackerbau.
Nach dem letzten größeren Berg, den wir heute fahren, öffnet sich der Blick in eine Landschaft voller Seen.
Jetzt haben wir unser heutiges Ziel fast erreicht. In einer letzten Abfahrt sind wir bei einem fantastischen alten Staudamm Bauwerk am Ziel angelangt.
Jetzt checken wir am einzigen Campingplatz, den es hier gibt ein, stellen rasch das Zelt auf und genießen eine heiße Dusche.
Es ist ein Genuss etwas früher anzukommen und mehr Zeit für alles zu haben.
Genüsslich begeben wir uns noch auf ein Bier bevor wir unseren Campingkocher anwerfen und uns das erste Mal Linsen mit Zwiebel und Speck machen!
02.04.26 Von Campingpark Ardales zum Caminito del Rey
Die berühmte Schluchtfurch die ein spektakulärer Weg führt ist heute unser Ziel.
Online war alles ausgebucht.
Um 7h klingelt der Wecker im Zelt. Wir haben erfahren das wenn man Zeitig beim Eintritt ist, die Wahrscheinlichkeit hoch ist das man auch durch die Schlucht wandern darf. Und genau so ist es dann auch.
Schon beim Eingang in die Enge hohe Schlucht erkennen wir das es ein besonderes Erlebnis wird heute.
Unvorstellbar mit welchen Aufwand gesicherte Weg in die senkrechten Felswände gearbeitet wurden.
Aber mit dieser Wege Konstruktion erleben wir die Schlucht aus der Vogelperspektive.
Tief unten donnert der Fluss durch das eingegrabene Gestein.
Weil es schattig ist und der Wind geht frieren wir trotz Daunenjacke.
Die Felsgebilde zeigen uns wie stark die Elemente sind und welch einzigartige Formationen diese schafft.
Nach etwa einer Stunde gezeigt wird die Schlucht wieder offener und die ersten Sonnenstrahlen wärmen uns langsam.
Am Ende der Wanderung wird die Schlucht nochmals so eng wie zu Beginn und und die Eindrücke sind wirklich spektakulär.
Insgesamt benötigen wir für die Begehung fast 3 Stunden und die 16 Euro Eintritt war es mehr als wert.
Ein Shuttlebus bringt uns für 2,50 wieder zurück bis fast zum Campingplatz.
03.04.26 Von C.Platz Camino del Ray nach Antequera 64km aber 1078 Hm
Wir starten vom C. Platz um 8:30.
Zuerst geht es gleich ca. 20 Km runter nach Alora wo wir noch einen Café und ein unglaublich gutes Cheeskake essen.
Diese Energie brauchen wir auch dringend denn in Folge geht es in einer wunderschönen Landschaft über 1000HM hinauf nach Antequera.
Ich fühle mich heute Bärenstark und lasse mich mit einigen Radrennfahren auf ein Wettfahren ein.
Einige Zeit kann ich die Gruppe Bergauf mit meinen schweren Rad sogar abhängen aber dann stellen sie mich natürlich relativ bald.
Aber alle lachen und obwohl wir uns nicht verstehen hat es allen Spaß gemacht und sie feiern unsere Sportlichkeit.
In Antequera beziehen wir eine nette Unterkuft. Es ist ein Hotel mit Restaurant Betrieb. Ein Fam. geführter Bertrieb wo sich alle voll ins Zeug legen weil die Bude unentwegt voll ist.
Trotzdem wird geschätzt und man fühlt sich pudelwohl dort!
04.04.26 von Antequera nach Loja 58km mit 835Hm
In dem Super netten Hotel bekommen wir um 8h früh auch schon ein tolles Frühstück.
Vorher haben wir die Räder aus einem Abstellraum geholt und die Radtaschen zum Hotelausgang gebracht.
Immer gut wenn dannach dann zügig wegkommt.
Zweit Radtage liegen noch vor uns nach Granada. Ehrlich wie gestern liegen wieder sehr viele Berge vor uns. Die Spanier konzentrieren sich bei ihren Straßen hauptsächlich auf Autobahnen, richtige kleine Landstraßen gibt es leider wenige.
So bleiben immer nur 2 Optionen. Entweder im Zick Zack mit großen Umwegen zum nächsten Ziel oder entlang parallel zur Autobahn auf schlechten Gravel Schotterstraßen dahin poltern.
Oft mischen wir es und oft sagen uns die Navis viel blödsin.
So ist unsere Stimmung mal supertoll weil die Gegend so schön ist und dann könnten wir wieder die Straßen und Schotterpisten zum Mond jagen.
Naja trotzdem haben wir uns bis jetzt gut durchgekämpft und genauso ist es auch heute gewesen. Berge über Berge mit ausschließlich Olivenbäumen begleiteten uns auf der heutigen Strecke.
So gegen 14:30 treffen wir in Loja ein.
Das Quartier ist sehr schwer zu finden, aber Sissy findet es doch wieder.
Ein wunderbarer Frühsommertag war das heute. Überhaupt war es bis jetzt jeden Tag sehr Sonnig und das zeigt sich schon deutlich auf unserer gebräunten Haut.
05.04.2026 von Loja nach Granada 64km mit 540Hm
Wir verlassen das nette Quartier in Loja und sind Überrascht wie Kalt es heute ist.
Der Wind kommt genau von der Sierra Nevada her und die ist heuer noch bis tief herunter Weiß.
Aber wir hoffen das der Weg heute besser wird als der von gestern.
Die vielen schlechten Schotterstraßen machen einen nämlich mürbe.
Aber heute dürfen wir uns nicht beschweren, die Straßen sind durchwegs schön mit guten Asfalt und wir begegnen ganz vielen Radrennfahrern.
Und eines wird auch immer ersichtlicher. Je näher wir Granada kommen um so deutlicher und imposanter erkennen wir die Berge der Sierra Nevada.
Es ist ziemlich genau 50 Jahre her als ich hier für 3 Wochen zum Skifahrern hier war.
Beim Anblick kommen mir noch so einige Bilder von damals als ich gerade 15 war und mich im ersten Lehrjahr befand.
Einzig der der ständige Gegenwind ist wieder lästig heute aber das ist bei guter Straße verkraftbar.
Als wir beim vorbestellen Quartier ankommen wollen uns die fast nicht nehmen weil sie gar nicht wissen wo sie unsere Röder unterbringen sollen.
Nach vielen hin und her lässt er uns unsere Räder direkt in der Rezeption abstellen hat aber überhaupt keine Freude damit.
Trotzdem ist er aber freundlich und erwähnt das er seit 19 Jahre so etwas noch nicht gemacht hat aber er will uns auch nicht wegschicken.
Am späten NM gehen wir noch in Granada bummeln und wandern auch noch auf eine höher gelegene Plattform. Es ist ein bekannter Spot von wo aus man einen grandiosen Blick rüber zur Alhambra mit den weißen Schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada hat.
Ein wirklich erhebender Anblick
06.04.2026 Ein Besichtigungstag in Granada
Etwas länger als sonst kommen wir zum ausschlafen. Es gäbe so unglaublich viel zu sehen in dieser lebendigen Stadt, aber wig konzentrieren uns natürlich auf die gewaltige Alhambra die um 13 Jahrhundert erbaut wurde.
Kurz gefasst die Alhambra war früher Paladt, Festung. Regierungssitz und luxuriöser Rückzugsort in einem.
Um ins Gebäude zu kommen wäre ja ein Ticket notwendig aber die sind auf 6 Mon. Im Vorraus ausverkauft.
Macht aber nichts weil die Gärten und Parkanlagen mehr als beeindruckend sind.
So viele Innenhöfe und Plätze eine kleine Stadt eigentlich hier heroben am Berg.
Mach Nord/ Westen hin steht wieder der riesige Gebirgszug mit seinen grell Weißen Bergen vor uns. Mit freiem Auge kann man sogar die Skipisten erkennen.
Als wir zurückgekommen bringen wir unseren Hotelbesitzer noch als Dankeschön spezielle Törtchen mitteilt er unsere Räder trotz aller Umstände in seinem Hotel verwahrt hat für uns. Alles ist eher sehr klein gehalten was dann schon eine Herausforderung sein kann wenn 2 so Radler daherkommen.
Aber das unglaublichste kommt erst.
Er fragt uns ob wir an einer Hotelführung interessiert wären er hätte da was besonders zu zeigen.
Um uns sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen als er uns seine Kunstobjekte zeigte!
Mindestens 10-12 lebensgroße aus Edlem Afrikanischen Holz geschnitzte Könige, Krieger, Reiter und andere Schnitzkunst.
Dazu noch ein unglaublicher Rittersaal der von Königlichen Stil original getreu nachgebaut wurde.
Kunstwerke von wirklich unglaublichen Wert die er selbst entworfen und zur Ausfertigung vergeben hat.
Manuel ist ein bemerkenswerter Mensch der sich sein persönliches Lebenswerk mit diesen Kunstwerken geschaffen hat.
Auf die Frage ob das die Stadt Granada oder die Regierung Spaniens weiß was hier für Kunstschätze sind, sagt er lapidar das er das alles nur für sich so gemacht hat und es hin und wieder mal seinen Hotelgästen zeigt wenn er gerade Lust hat.
Absolut unvergessliche Eindrücke!
Und 1 mal in der Woche kocht er und seine Mutter für Gäste und das Abendmahl darf dann für Max 8 Personen im Rittersaal eingenommen werden!
Heißer Tipp für alle die einmal in ihren Leben an einer Tafel mit 6 Meter Länge wie Könige Speisen möchten!
07.04.26 Von Granada nach Castillo de Banjo 103km mit 903HM
Wir verlassen das erwürdige Hotel um 8h weil wir heute eine lange Tour vor uns haben.
Granada ist eine 240.000 Seelen Stadt und entsprechend anstrengend ist es aus dieser in der richtigen Richtung zu verlassen.
Nach etwa 10 km sind wir endlich draußen aus der Stadt.
Obwohl wir auf 850 Meter Seehöhe bis zum Meer runter fahren müssen wir noch über viele Berge.
Insgesamt aber gestaltet sich der Tag bis Motril aber durchaus angenehm zumal es in den Bergen der Sierra Nevada schon stark zuzieht und sich schlechteres Wetter hier heroben ankündigt.
Am Vormittag verspüren wir schon einige Regentropfen und hinter uns schaut es immer mehr nach Regen aus.
Je näher wir dem Meer kommen und umso mehr wir an Höhe verlieren desto besser wird aber das Wetter.
Als wir gegen 13h in Motril ankommen scheint wieder die Sonne und wir sind schon fast 80km gefahren. Eigentlich ist Motril unser Ziel für heute, aber wir beschließen kurzerhand noch 23km anzuhängen, obwohl wir wissen das nochmals viele Berge bis zum nächsten Campingplatz in Castillo de Banjo auf uns warten.
Kurz vorm Campingplatz gehen wir noch in ein Restaurant Abendessen und ich lade meine Frau zum Essen ein.
Wir essen herrlichen Fisch mit Salat.
Der Campingplatz liegt direkt am Meer und ist noch fast ganz leer.
08.04.26 Von Castillo de Banjo nach kurz vor Almerio 83km mit 672 Mm
Um 8:30 nach einem kurzen Frühstück noch am Campingplatz starten wir los.
So wie der gestrige Tag geendet hat geht es heute Früh gleich weiter.
Wir wussten das die Küstenstraßen nicht flach werden würden, aber bis nach Almeria soll es angeblich noch sehr viele Höhenmeter für uns geben.
Was soll’s wir kämpfen uns voran. Zum Glück spielt das Wetter noch mit. Eigentlich ist für den ganzen heutigen Tag etwas Regen angesagt und es ist auch ringsherum dunkel und wir müssen jederzeit mit Regen rechnen.
In der Nacht hat es etwas geregnet aber in der Früh beim abbauen war alles wieder trocken.
In der Mitte des heutigen Weges müssen wir für ca. 15km einen schrecklichen Strassenabschnitt fahren.
Als wir dann wieder mal eine schnellere Bergabfahrt haben fährt Sissy bei etwa 40km sehr weit rechts weil doch viel Verkehr ist und plötzlich donnert sie in ein größeres Schlagloch und als sie gerade mit den ausgleichen fertig ist sofort in ein weiteres.
Mit viel Geschick und Glück kann sie einen Sturz gerade noch vermeiden.
Der Adrinalin Schub danach war mächtig.
Rechts von uns nur 2 Meter weg kommen uns die Autos der Autobahn mit 130km unentwegt entgegen und in unserer Richtungen führt eine enge starkbefahrene Straße die eigentlich eine Baustellen Umleitung ist entlang.
Als wir dann endlich wieder auf der N340 sind sind wir den Höllen Verkehr los.
Um 16h checken wir ca. 10km vor Almeria auf einen kleinen Campingplatz ein.
09.04.26 von kurz vor Almeria nach Agua Amarga 72km mit 562 Hm
Die Nacht am Campingplatz war ein Horror.
Viel zu lauter Straßenlärm und dann als der endlich nachlässt weil schon Spät beginnt plötzlich um 2:30 früh ein heftiger Sturm.
Weil wir unser Zelt unter Bäumen aufgestellt haben haben wir etwas Angst wegen herabfallenden Ästen.
Aber es passiert Nix und wir können um 8:45 losfahren.
Der heutige Tag ist mit Sicherheit der schwierigste bis jetzt weil so heftiger gegen Wind / Sturm uns entgegen bläst das wir nur mit ca. 10km vorankommen und zu tun haben das wir nicht plötzlich umgeweht werden.
Zudem fahren wir durch trostlose Zerfetzte Gemüse Plantagen .
Gegen Mittag erreichen wir einen Ort der 1979 berühmt wurde weil hier viele Western gedreht wurden mit Clint Estwood, Serijo Leone und viele anderen berühmten Schauspielern.
Völlig erledigt erreichen wir den Ort Und mieten uns in ein nettes Hotel ein und rasten uns ordentlich aus!
10.04.26 Von Agua Armarga nach Aguilas 74km mit brutalen 840Hm mit heftigen Gegenwind
Gestern schon hatten wir verflucht heftigen Gegenwind aber heute waren die Anstiege an der Küste wirklich brutal weil Steil und mit diesen Wind echt zermürbend.
Zudem kommt noch das sich mein Narbendünamo am Vorderrad immer mehr verschlechtert. Obwohl ich schon alles probiert habe von reinigen über Ölen Quietscht das Vorderrad so Erbärmlichkeit das man mich schon von weitem hört.
Es macht mich förmlich halb wahnsinnig Wein der Quitschton so unangenehm hoch ist und sich nicht abstellen lässt.
Wieder kämpfen wir uns durch den Tag und beide spüren wir das wir jetzt langsam an unsere Grenzen kommen.
Gottseidank haben wir keine Körperlichen Probleme nur eben das wir jeden Abend ziemlich fertig sind halt.
Nachmittags bei einer verspäteten Mittagspause bucht Sissy ein Quartier in Aquilas was wieder einmal eine big Challenge ist dort einzuchecken.
Alles muss man am Handy ausfüllen, Reisepässe scannen, kompliziertes Übersetzen ist teilweise notwendig um zu verstehen was noch alles ausgefüllt werden muss um endlich in das Quartier selbst einchecken zu können.
Sissy ist ein wahrer Profi auf diesem Gebiet und noch niemals auch wenn es noch so schwierig war ist sie gescheitert.
Endlich in der Wohnung mach ich mich sofort nach dem Duschen über mein Rad her zerlege das Vorderrad und putze und Öle alles nochmal, aber es will sich kein Erfolg einstellen.
Sissy fragt Chaty ob es Radhändler in der Nähe gibt und wirklich nur 400 Meter von unseren Quartier ist einer der noch bis 20:30 geöffnet hat.
Kurzerhand bringen wir mein Rad hin und morgen Vormittag werden wir wissen welche Optionen ich habe.
Entweder eine neue Radnarbe oder gleich ein neues Vorderra, dann halt ohne Licht.
Mal sehen was passiert!
11.04.26 Von Aguilas Nähe Bikeshop bis Puerto de Mazarron 51km mit 717 Hm
Das große Appartement für 59 Euro inkl. Frühstück haben wir ausgiebig genossen.
Der E Herd wollte am Morgen uns keine Dienste leisten so das unser Kleiner Gaskocher die Ham & Eggs kochen musste.
Um 10h sind wir im Bikeshop und wir sagen dem Mechaniker er soll den kaputten Teil gar nicht zerlegen sondern gleich ein komplett neues Vorderrad einbauen.
Er zeigt mir ein geeignetes und sagt das er es in einer Stunde fertig hat.
So gehen wir Richtung Stand und trinken einen 2 Frühstücks Kaffee.
Als wir zurückkommen steht mein Rad voll einsatzbereit bei der Eingangstüre.
Die Leute hier haben gecheckt das wir schon lange und weit mit dem Rad Unterwegs waren und bemühen sich sehr um uns.
Gemeinsam machen wir noch einige Fotos mit ihnen und starten in etwa um 11:30 los.
Gleich beim wegfahren geht’s wieder aufwärts und nach 15Km ist dann ein sehr giftiger Anstieg mit 350Hm.
Danach gehts ständig Bergauf/ Bergab und um 16h sind wir dann am heutigen Ziel.
12.04.26 Regenpause Tag in Mazzaron
Ausschlafen ist mal ein neues Gefühl das uns tut gut. Zumal es draußen kräftig daschelt.
Unsere Vermieterin gibt uns einen gute Tipp für ein top Frühstücks Lokal.
Nachdem wir dieses ausgiebig genossen haben gehen wir noch einiges besorgen für heute und morgen zum weiterfahren.
Ansonsten verbringen wir den Tag um diverses Kontent mäßig nachzuholen und relaxen unsere beanspruchten Muskeln.
Am Abend flanieren wir nochmals die lange Strandpromenade entlang und lassen uns Wieder eine Spanische Köstlichkeit schmecken.
13.04.26 Von Mazarron nach Guardemar de Sehura 98km mit 852 Hm
Heute Nacht hat es dann doch heftig geregnet und am frühen Morgen waren die Straßen nach Naß und teilweise waren an tieferen Stellen die Straßen sogar überflutet.
Die heutige Etappe ist mit einem herausfordernden Berg gespickt der gleich nach etwa 8 km auf uns zukommt.
Das schwierige war vor allem der Beginn wo es gleich mal 16% steil Bergauf ging und das mit so heftigen Gegenwind das wir einige Male wirklich fast umgeweht wurden.
Irgendwie schafften wir diesen Anstieg und so kämpfen wir uns die 400 Hm auf 4km Länge nach oben.
Auch die Abfahrt war nicht ungefährlich, einigemale versetzte es uns es plötzlich um 2 Meter seitwärts.
Insgesamt war es wieder mächtig intensiv weil wir wieder 98 km abgespult haben und der Wind uns irgendwie total ausgelaugt hat.
Eigentlich sind wir einen Campingplatz angesteuert aber als wir ankamen stellen wir fest das er geschlossen ist.
Kurzerhand bucht Sissy ein Hotel das nur mehr wenige Km entfernt ist ein!
Duschen, Abendessen und nur mehr austasten.
14.04.26 Von Sehura nach Benidorm 80km mit 540Hm
Nach der heftigen Windetappe von gestern erwarten wir heute eine angenehmere Tour weil viel weniger Wind und weniger Steigungen sind.
Jetzt geht es eigentlich immer der Küste rauf wenngleich das nicht bedeutet das man immer das Meer sieht.
Oft geht es nach links ins Landesinnere rein und später wieder am Meer entlang.
Es bleibt uns über weite Stecken auch oft nur die ausgebaute Schnellstraße zum fahren übrig was Sissy nervt mir aber taugt.
Der Verkehr ist mal mehr mal weniger aber fast immer ist ein guter breiter Radstreifen vorhanden.
Und das wichtigste die Spanier sind so radfreudlich. Kein Hupen, sie halten immer Abstand und passen echt gut auf.
Man fühlt sich wirklich sicher da haben wir schon ganz anderes erlebt in anderen Ländern.
In Alakante was schon t er one größere Stadt ist sehen wir einen viele viele km langen Sandstrand von bester Qualität mit vielen schicken Restaurants und Geschäften.
Wir machen dort Mittagspause und genießen ein wenig den Summervibe.
Um 16:30 Chechen wir wieder in ein kleines Hotel ein. Die sind in der Vorssaison echt günstig die Küste rauf.
Für 50.- Euronen bekommen wir regelmäßig ein nettes Doppelbett Zimmer manchmal sogar inkl. Frühstück.
15.04.26 Von Benidorm nach Gandia 86km 530Hm
Das freundliche und sehr günstige Hotel beglückt uns noch mit einem herrlichen Internationalen Frühstück.
Wir werfen kräftig ein und kommen so gegen 9:30 in fahren.
Heute ist der erste Tag an dem wir Rückenwind haben sollten. Zu Anfang merken wir aber noch nichts davon. Langsam aber dreht der Wind wie angekündigt und plötzlich spüren wir mal Entlastung in den Oberschenkel.
Was für ein Vergnügen mal locker in die Pedale treten zu können.
Der Abschnitt heute führt uns durch lange Orangen Plantagen. Das markante dabei sind nicht nur die Bäume welche übervoll mit reifen Orangen sind sondern das die Bäume zugleich auch schon wieder blühen obwohl sie voller Früchte sind. Was für uns dazukommt ist der überaus angenehme Duft der an blühenden Sternjasmin erinnert.
Obwohl heute 3 Berge im Tagrs Programm sind fallen ins die Höhenmeter nicht sonderlich auf. Die Stecke ist ungemein beliebt bei den Radrennfahrern und ständig überholen uns diese oder kommen uns entgegen.
Ein feiner Radtag geht zu Ende.
16.04.26 Von Gandia nach Valencia 20km 12Hm
Wir haben Erfahren das es auch die Möglichkeit gibt die grässliche Großstadt mit dem heftigen Verkehr anders zu lösen. Nämlich mit einen kleinen Regionalzug der auch Räder mitnimmt.
Welch großartige Sache.
Die Großstädte sind immer Nervenaufreibend und wenn wir us das diesesmal ersparen ist das genial.
Und wirklich können wir unkompliziert ein Ticket ins Herz von Valencia buchen und müssen nicht mal das Gepäck von den Rädern nehmen.
Voll Entspannt kommen wir mitten in der Stadt an. Wir checken in ein Easyhotel ein. Valencia ist bekannt dafür das es sehr teuer ist und tatsächlich finden wir auch nach ganz vielem durchforsten nur eine Unterkunft die Leidtbar ist aber trotzdem 275.- für 2 Nächt kostet. Ca. das 3 fache als zuletzt.
Weil wir gegen Mittag da sind und früh einchecken können fahren wir noch mit den öffis zum Ocean Orgrafic Park und geben uns die Unterwasserwelt der Meere.
Sehr beeindruckend dieser Wasser Tierpark.
Am Abend schlendern wir noch im Stadtzentrum herum und genießen noch ein Eis und ein Bier.
17.04.26 Besichtigungen in Valencia
Der Tag Beginn sehr relaxt. Um 10h machen wir uns auf den Weg. Der nahegelegene Markt ist unser erstes Ziel. Wie schon in Málaga sehen wir am Markt eine unglaubliche Vielfalt an Obst und Gemüse, Brot und Mehlspeisen und natürlich Fisch und Fleisch sowie vielen anderen mehr.
Einiges kosten wir wieder durch was wir nicht kennen.
Als nächstes gehen wir in das Seide Museum und erfahren viel über die Blütezeit der Seide am Wege der Seidestraße im 14.15 Jahrhundert.
Valencia war ein bedeutender Umschlage Platz für dies waren, sogar ein Seidenbörse Gebäude gab es zu dieser Zeit wo der Preis gehandelt wurde!
Für gerade einmal 1 Euro Eintritt können wir dieses ehrwürdige alte Gebäude auch von innen besichtigen.
Den Rest des Tages bummeln wir in der inneren Stadt herum und genießen den Ruhetag.
18.04.26 Von Valencia City nach Torrenosta 75km mit 145hm
Wieder verlassen wir den Großstadt Verkehr mit dem Zug und starten unsere heutige Tour etwas außerhalb von Valencia.
Das nächste Highlight am Weg ist ein neuerlicher Bahntrassen Radweg der ca. 16 km lang ist. Er führt durch einen Gebirgigen Teil und hat einen 600 Meter langen Tunnel der ein wenig nur beleuchtet ist.
Dannach fahren wir gut 40km entlang von vielen Orangen und Mandarinen Plantagen.
Auch finden wir viele Japanische Wollmispel die gerade in Vollreife ist.
Bis dato kannten wir die super Food Frucht noch nicht, aber wir lieben sie auf Anhieb.
Süß und trotzdem mit einen Hauch säuerlichen Geschmack. Super Vitaminreich außerdem.
Am späteren NM erreichen wir noch einen Campingplatz am Meer in Tortenostra.
Zuerst genießen wir noch die späte Nm Sonne beim Restaurant und essen gleich unser Mittag und Abendessen in einem.
Danach Zeltaufbau und unsere tägliche Social Media Zeit für Story und Blog.
19.04.26 Von Torrenostra nach Taiga Delta De Lebre 93km mit 583Hm
Am Campingplatz trinken wir noch vor dem wegfahren einen Kaffee Lege.
Zu Beginn ist es heute Früh noch recht kühl und wir fahren noch mit der Jacke.
Aber schon kurze Zeit später hat es wieder Sommerliche Lufttemperaturen.
Nach ca. 30 km kommen wir auf einen wirklich langen Gravel Radweg. Dieser führt uns immer entlang der Küste und ständig geht’s Bergauf und Bergab.
Gravel ist schon auch lässig aber nur wenn er glatt und hart ist. Oft ist er aber Tief Sandig oder grob Schottrig oder mit endlos vielen Löchern versehen.
Dieser aber ist eh sehr in Ordnung und bietet oft spektakuläre Blicke in die Küste und aufs Meer.
Wie gestern finden wir wieder einiges Obst entlang der Strecke.
Am Nachmittag geht die Straße mehr und mehr in die Hauptstraße N340 überrundet sich der Wind beginnt sich in unsere Fahrtrichtung zu drehen.
Unglaublich was das für einen Unterschied macht. Mit Rückenwind spüren wir unser Gepäck kaum mehr und machen in kurzer Zeit große Strecken.
So erreichen wir noch einen Ort den wir gar nicht geglaubt haben heute noch zu erreichen.
Es gibt auch einen netten Campingplatz in den wir uns einquartieren.
Auf dieser Reise hilft uns ChatGPT enorm weil wir eigentlich alles im Vorfeld abfragen und zum überwiegenden Teil lauter richtige und wertvolle Information erhalten.
Super Sache fürs Reisen!
20.04.26 Heute ist unser 35 Hochzeitstag! Von Taiga nach Tarragona und Barcelona. 115km mit 575Hm
Heute ist ein besonderer Tag für uns beide.
Wir feiern unseren 35igsten Hochzeitstag.
Deshalb starten wir früh weil wenn es sich ausgeht wollen wir heute noch Barcelona sehen.
Die ersten 16 m km m glauben wir nicht mehr daran denn es geht unentwegt im Land Bergauf und Bergab und ey ist wirklich giftig zu fahren.
Deswegen wollen wir mit einen kleinen Umweg wieder raus auf die Hauptstraße die N340.
Jetzt können wir wieder Km machen und schon 3 Stunden später erreichen wir Tarragona. Als die Vorstadt von Barcelona beginnt steigen wir in einen Pummlerzug und fahren Richtung Barcelona City.
Weil aber an der Strecke ein Gebrechen ist kommen wir nur etwa 50 vor das Zentrum.
Eine super nette Lady am Bahnhof entschuldigt sich für die Umstände und verweist uns auf einen Schienen ersatzverkehr der eingerichtet wurde. Das heißt wir könnten mit dem Autobus weiterfahren wenn wir wollen.
Zug und Bus wären wegen der Umstände heute Gratis.
So bitten wir den Busfahrer ob wir die Räder unten reingeben können und er sagt ja.
Rasch alles abpacken einladen und weiter geht die Fahrt.
Als wir glauben nun endlich in Barca Stadt anzukommen bleipder Bus 18 km vor dem Zentrum stehen. Alle müssen aussteigen auch wir.
Erneut versuchen wir mit den äffisch weiter ins Zentrum zu kommen und es gelingt uns auch.
Wir haben Glück und es gibt unweit von der Busstelle eine Bahnhaltestelle und können von dort die letzten 18 km zwar in völlig beengten Wagons das letzte Stück schaffen.
Jetzt fahren wir noch 4 km mit dem Rad zur Sagrada Familia und genießen den überwältigenden Blivk auf das Bauwerk.
Sissy bucht noch rasch ein Quartier und eine Stunde später sind wir unter der Dusche.
Am späten Abend gehen wir noch bummeln in der Stadt und fallen gehe 23h müde ins Bett.
21.04.26 Von Barcelona nach Girona 81km mit 499Hm
In der Früh fahren wir noch mit dem Rad zu einigen Goudi Sehenswürdigkeiten und danach gleich zum Bahnhof. Wie wir es gestern rein gemacht haben machen wir es auch aus der Stadt raus mit dem Zug.
Völlig entspannt geht es mit einen reg. Zug raus aus der Stadt.
Danach kommt uns ein Lidl Markt gerade recht und wir nehmen Frühstück und Mittagessen quasi in einem am Steinbankel ein.
Unser heutiges Ziel ist Girona und das liegt noch rund 80km entfernt.
Zum Glück haben wir heute etwas Rückenwind und unsere Fahrt geht gut voran.
Obwohl wir spät mit dem Radfahren heute beginnen schaffen wir das geplante Ziel Girona noch am späten NM.
Eigentlich wollten wir gerne einen Campingplatz heute nehmen aber es gibt nur einen Camperpark und der ist nicht für Zelte.
Deshalb entschließen wir uns erneut für ein Hotel in der Stadt.
Die Preise bewegen sich immer so um die 130.- Euro pro Nacht.
Weil uns eh nix anderes an Optionen zur Verfügung steht buchen wir uns ein.
Girona liegt schon deutlich Nördlicher und man merkt day die Vegitation grüner und feuchter wird.
22.04.26 Von Girona nach Olot 70km mit 660 Hm
Von Girona geht’s gleich auf einen Via Verde Bahntrassen Weg für 26 km auf gut gepressten Sand super dahin.
Danach folgen wir der Landstraße nach Olot.
Das besondere heute ist das es ab Girona wirklich nur Bergauf geht , sieht man von ganz wenigen Passagen die flach waren ab.
Das gute s an n dieser Route bis Olot ist das es relativ gleichmäßig Bergauf geht, Sodas es nicht uns nicht so fordert wie wenn es viele es kurze steile Anstiege oft tun.
Kurz vor Olot sehen wir dann plötzlich das erste Mal richtig in das noch Schneebedeckte Gebirge der Pyrenäen.
Wir wissen sofort das es morgen richtig spannend wird für uns weil wir bis auf fast 1600 Meter Seehöhe über einen Pass müssen morgen.
Heut erreichen wir aber noch den Campingplatz der etwa 11km nach Olot liegt.
Das absolut ungewöhnliche ist das auf diesen wirklich riesigen Campingplatz niemand ist außer uns.
Als wi ankommen beginnt es heftig zu regnen und wir bauen das Zelt deshalb noch nicht auf und kochen uns stattdessen Linsen mit Zwiebel und Speck.
Unser Glück ist das es eine große Terrasse
beim Restaurant gibt wo geschützt zuerst kochen können und später sogar unser Zelt aufstellen. Dadurch bleibt natürlich alles super trocken.
Gegen 20:30 gehen wir schlafen damit wir morgen gut ausgeruht in die Königsetappe fahren können.
23.04.26 Vom Campingplatz bei Olot nach Ceret 85 km mit 1190 Hm
Die Nacht war perfekt unter dem Dachvorsprung des Campingplatz Restaurants.
Der Campingplatz ist echt riesig und trotzdem waren wir die absolut einzigen Gäste hier, weshalb wir so unverschämt waren die Terrasse mit dem Zelt in Beschlag zu nehmen.
Obwohl wir gut geschlafen haben, es hat in der Nacht öffters geregnet blieb im Hinterkopf der anstrengende Zag der auf uns wartete.
Wir haben das Zelt gleich nach 7h abgebaut falls jemand unerwarteter Weise erscheint und kommen so zeitig weg.
Zuerst geht es gleich ordentlich zur Sache und und nach einer Stunde haben wir bereits 300 Hm 3 Tunnels und einige Km abspult. Wir sind schon total schweißgebadet als uns kurz vor dem 4 2 km langen Tunnel ein Straßen Arbeiter ganz aufgeregt aufhält und uns erklärt das der lange Tunnel gerade Saniert wird und einspurig mit Ampelregelung ist. Weiters erklärt er das es streng Verboten ist mit dem Rad diesen Tunnel zu passieren. Er sagt aber auch das er nicht von der Polizei ist und uns nicht abhalten kann aber er macht uns explizit Aufmerksam das es überaus gefährlich ist und wir besser alles zurück sprich wieder runter fahren sollen um uns eine andere Route zu suchen.
Mir war sofort klar das wir das nicht tun werden und sogar eine Polizei Strafe riskieren werden bevor wir wieder alles hinunterfahren.
Zum Glück war der Tunnel dann nicht steil Bergauf sonder nur leicht steigend Sodas wir fest und schnell fahren konnten.
Die Arbeiter rissen die Hände in die Höhe und protestierten ob unserer Durchfahrt aber wir hielten nicht an.
Als der Gehenverkehr dann kam wichen wir auf die andere Seite aus und irgendwie kamen wir dann nach langen 2 km endlich aus dem Tunnel raus.
Das Adrenalin war kräftig zu spüren und wir waren uns noch nicht sicher ob die Arbeiter nicht die Polizei verständigt haben. Deshalb fuhren wir kräftig weiter bis wir auf einer anderen Straße abbogen.
Danach ging es noch ca 25km hoch in den Pass Col de Ares und gegen 13:30 erreichten wir die Passhöhe. Insgesamt fast 1200 Meter in einem durch gefahren zu haben, hat uns echt stolz gemacht.
Im Übrigen haben wir den ganzen Tag nur 1 Radrennfahrer gesehen und ein Bike Päcking Pärchen das offensichtlich von Frankreich nach Spanien unterwegs war.
Die dann folgende 45 km lange Abfahrt war aufgedreht Länge extrem Kalt für mich zumal ich mit der Kurzen Hose hinunter bin. Sissy hat sich wärmer angezogen und musste nicht so frieren.
Gegen 17h erreichten wir dann einen Campingplatz aufer Französischen Seite.
24.04.26 von Ceret Campingplatz nach La Palme 94km mit 331Hm
Pah nach der anstrengenden Pyrenäen Überquerung steht heute eine echte Roller Etappe am Programm.
Es geht zuerst Richtung Meer und etwas Bergab. Dann folgen wir der Küstenlinie Nordwärts.
Wir gönnen uns heute einige kleine Pausen und genießen es keine Höhenmeter erklimmen zu müssen.
Insgesamt kommen wir aber wieder auf über 90 km.
Morgen wollen wir nur 34-40 km fahren und uns dann mal wo am Strand für 1-2 Tage richtig ausrasten.
Mal alles waschen wäre nicht schlecht und einige andere Dinge die wir für zu Hause brauchen wäre auch gut mal zu erledigen.
Jedenfalls checken wir auf einen kleinen Campingplatz ein und genießen noch die Abendsonne.
Das erstmal haben wir hier Probleme mit Moskito, weshalb wir noch am selben Abend im Ort einen Spray kaufen.
25.04.26 Von La Palme nach Agde 84km mit 224km
Wir machen es uns in früh heute etwas gemütlicher und kommen erst so gegen 9:35 weg.
Relativ schnell kommen wir auf eine Gravel Trail der zu Beginn nicht sehr schön ist. Aber nach einigen km fahren wir für gut 15km eine schmale Landzunge entlang die sehr einzigartig ist. Zum einen deshalb weil links und rechts nur Meer und ein endloser Flusskanal ist.
Es ist ein surreales Bild und die Windgebogenen Bäume und das hohe Schilf tun ihr übriges dazu.
Nach dieser Naturpassage geht die Fahrt auf sehr stark befahrenen Landstraßen weiter.
Es ist im Grunde ein kleiner Radstreifen vorhanden aber die Autos flitzen ganz schön an uns vorbei und manchmal sind wir froh wieder einen echten Radstreifen fahren zu können.
Den zweiten Tag in Folge haben wir jetzt Rückenwind und so schaffen wieder fast 90 km.
An einen kleinen Campingplatz checken wir ein und erleben das erste Mal die vorzügliche Französische Küche.
Essen Steak und Huhn in Thaisauce
26.04.26 Von Agde nach Aigus - Mortes 94km mit 174Hm
Vielleicht war das der beste Campingplatz auf dem wir auf dieser Reise waren.
Der Platz war perfekt, das Personal ungewöhnlich nett und zuvorkommend. Das Essen war unglaublich gut und günstig.
Noch fast keine Leute und von Pool bis liegen alles da.
Weil es rein nach Moutpellier wie in den anderen Großen Städten viel Verkehr und wenig schönes gibt fahren wir wieder Zug.
Um 11:00 sind wir im Zentrum.
Es ist eine sehr nette Stadt und der Altstadtkern ist überaus reizvoll mit den vielen engen Gassen und kleinen Plätzen,
Sehr überrascht hat uns der Weg raus aus der Stadt der hauptsächlich über gut ausgebaute Radwege führte.
Eigentlich wollten wir hier am Beginn der Camargue wieder auf einen Campingplatz gehen, aber wir finden keinen und zum anderen sind hier überall sehr sehr viele Gelsen.
Kaum steht man stehen die biester gleich zu,
So beschließen wir kurzfristig uns in ein Hotel einzumieten und finden ein altes ehrwürdiges Hausin Aigius Mortes .
Nach dem Duschen sitzen wir noch gemütlich am Hauptplatz und genießen ein Bier und sprechen über die unglaublich vielen Eindrücke die wir bis jetzt erlebt haben.
27.04.26 Von Aigues Mortes nach Saint Martin du Crau 74km mit 154Hm
Das Hotel war eine Wohltat. Das Frühstück war vom feinsten mit Stierschinken Guten Käse Variationen und vielen mehr.
Mortes und ihre super erhaltene Festungsmauer die sich total rund um den großen Mittelalterlichen Stadtkern zieht ist mehr als beeindruckend.
Wir kommen um 9:15 los und fahren gut 38km entlang von langen Kanälen.
Es ist nur für Fußgänger und Radfahrer erlaubt und echt toll zum Radeln.
Wir sehen in diesem riesigen Feuchtgebiet Hausboote, Flamingos, große Fische die nahe am Ufer fast übereinander am Wasser kreuzend quer springen.
Auch einige weiße Pferde sehen wir die ihr angeblich noch frei leben können.
Der nächste Stopp war dann Arles. Auch eine bemerkenswerte Stadt mit unglaublichen Sehenswürdigkeiten,
Großartig ist dort das alte Amphitheater das um Christi Geburt gebaut wurde und 25.000 Menschen Platz gab
Dort essen wir wieder einmal so herrlich das ich es gar nicht beschreiben kann.
Eigentlich war Arles gedacht als Endpunkt für heute, aber wir fahren noch 14 km weiter weil es hier keine vernünftige bleibe für uns gibt.
In Saint Martin finden wir dann eine Campingplatz. Leider mit so unendlich vielen Gelsen das wir uns bald ins Zelt flüchten müssen
28.04.26 Von Saint Martin nach Cassis 106km 584Hm
Der Campingplatz wir uns noch lange in Erinnerung bleiben. Schon als wir ankamen stützten sich die Gelsen in scharren auf uns.
Ein Horrors schlechthin. Wir müssen uns alles anziehe was wir haben obwohl es ziemlich heiß ist.
Die Hoffnung das es im Restaurant am Campingplatz besser ist erfüllt sich leider nicht.
Wir ertragen trotz der Kleidung viele Bisse und ziehen uns deshalb relativ früh in unser Zelt zurück wo uns die Bister nichts anhaben können.
Das selbe erleben wir beim aufstehen und abbauen des Zeltes.
Wir versuchen in Rekordzeit wegzukommen.
Sobald wir am Rad sind sind wir Safe.
Wir haben jetzt 25 km bis zum Bahnhof in der Vorstadt Miramas.
Es ist ein Sehen das auch die Französische Bahn problemlos Fahrräder mit transportiert.
So ersparen wir uns den großen Industrie Bereich vor Marsaille.
Einzig das einsteigen war etwas stressig weil die Garnituren einen 3 Stufen Einstieg haben. Müssen alles abpacken und einzeln in den Zug hiefen.
Egal es geht so recht und schlecht. Es ist eh nur 1 Station die wir stehen zwischen den Wagons mit den Rädern und dem ganzen Gepäck stehen müssen.
In Marseille selbst fahren wir zum Hsfen und dann rauf zur Note Dam de la Garde.
Anschließend führt uns der Weg durch die große Stadt. Es waren 7,5km bis wir den Stadtrand erreicht haben.
Das nächste Ziel ist nun Cassis.
Das Navi sagt uns das wir über einen Gebirgszug drüber müssen und 380 Hm bewältigen müssen. Es geht immer so mit 6% Steigung Bergauf. Zum Glück gibt es immer einen breit genugen Radstreifen.
Dann eine schöne Bergabfahrt in das wunderhübsch gelegene Cassis.
Am Hafen genießen wir noch einen Café bevor wir ein Hotel direkt am Hafen einchecken.
29.04.26 Ruhetag und Wanderung in die Challange
Das Hotel liegt super an einer Ecke am schönen Hafen.
Ganz viele Boote und kleiner Jachten Ankern hier im Hafen.
Zuerst genießen wir ein überragendes Frühstück und relaxen noch ein wenig am Zimmer. Dann begeben wir uns auf die Wanderung in die Fjorde der Carlange.
Gut das wir nicht wussten wie sehr anstrengend der wirklich schwierige Weg werden würde. Es war sehr fokussiert zu gehen weil zum einen sehr rutschiger glatter Fels mit unförmigen Spitzen Steinen alles andere als einfach zu gehen war. Dazu ging es ständig Bergauf und Bergab.
Aber alle Mühe wurde entschädigt weil die Aussicht von oben in die Steilen Schluchten mit dem türkisfarbenen Wasser spektakulär waren.
Wir durchwandern insgesamt 3 Fjorde wo jeweils am Ende immer ein toller Strand war der umringt von Felswänden war.
Allerdings wussten wir nichts von den Bademöglichkeiten sodas wir keine Badekleidung mitnahmen.
Gerne hätten wir uns auch in die kühlen Fluten abgekühlt. Die Eindrücke bleiben trotzdem unvergesslich weil viel schöner einfach nicht mehr geht.
Abends gehen wir noch essen, was eine echt kostspielige Angelegenheit in diesem Dörfchen ist. Ein Bier 10.- oder ein Salat 26.-
Aber wir gönnen es uns sitzen 1 Reihe Fußfrei am Hafen und sehen beim Essen dem Treiben zu.
30.04.26 Von Cassis nach Bormes Les Mimosas Campingplatze 92Km mit 991Hm
Als wir von Cassis wegkommen geht es gleich fest in eine Gebirgigere Gegend.
Was heute anders ist, ist der Wind der uns heute vorne stürmisch entgegen bläst.
Wir bewegen uns heute stark befahrenen Straßen und teilweise haben wir wenig Fahrspur. Dann aber auch gleich wieder tolle Radwege.
Am Nachmittag peilen wir dann einen der wenigen Campingplätze an . Wir sind schon sehr froh dazu sein weil wir neben den vielen Km auch schon über 900 Hm gefahren sind.
Dann sagt uns aberein Campingplatz Mitarbeiter das dieser Campingplatz nur für Campervans ist und wir hier kein Zelt aufstellen können.
Puh das heißt es ist noch keine Zeit zum relaxen, also weiter zum nächsten Platz der etwa 7km entfernt ist.
Als wir endlich dort ankommen glauben wir schon auch abgewiesen zu werden aber zum Glück ist dem eh nicht so.
Im Gehenteil. Er entpuppt sich sogar als unglaublich netter Campingplatz der super schön Terassenartige Flächen hat.
Trotz das es spät istbraten wir uns am Gaskocher noch ein Lachsel mit Campingons und Brokoli.
01.05.26 Von Bormes Les Mimosas nach St. Raphael Campingplatz 76km mit 340Hm
Von dem super schönen Campingplatz kommen wir heute schon zeitig weg.
Um 8:20 sitzen wir auf den Rädern und absolut sofort müssen wir über den COL de grateloup.
Wenig Radspur haben wir den Berg hinauf, aber da es zeitig früh ist haben wir wenig Verkehr.
WS dann folgt überrascht mich sehr wir haben ein es fast 20km lange Abfahrt bis fast nach St. Tropez. Einzig der Gegenwind bremst uns etwas. Aber nach 1:35 min Fahrt stehen bei dem Ortsschild St. Tropez.
Speziell für mich ein bewegender Moment zumal ich vor 47 Jahr schon einmal von St. Pölten nach St. Tropez und zurück mit 2 Freunden gefahren bin.
Wir stellen vor der Ortstafel einige Fotos nach wie wir sie damals geschossen haben.
Dann mache wir kurz Rast im Hafen und genießen die besondere Atmosphäre.
Im Hafen Ankern die „ kleine billigen Jachten“
Und rundherum bewegen sich die schönen und reichen.
In einen Restaurant am Hafen kostet ein Bier 22.- Euro ein Café 11 und Kleines Mineralwasser auch 11 Euro.
Dann nehmen wir eine kleine Taxifähre nach Maxime von wo aus wir weiter St. Raphael radeln. Da finden wir einen schönen Campingplatz und bekommen ein tollen Zeltplatz direkt vor dem Meer, genial
02.05.26 Von Saint Raphael nach Nizza 70 km mit 452 Hm
Die Nacht am Meer mit dem Rauschen der Wellen hat uns gut schlafen lassen.
Wieder kommen wir um 8:30 gut weg vom Campingplatz.
Die Fahrt führt uns jetzt immer die Küste hinauf derCote Suer.
Erst jetzt verstehen wir wieso so viele Menschen von diesen Küstenstreifen so schwärmen.
Unentwegt geht es Leicht Bergauf und Bergab und zur linken Inland gelegenen Seite ragen wunderbare Berge auf teils in Rot Orangen Tönen und wir müssen aufpassen uns auch auf die Straße zu konzentrieren.
Seit dem wir unterwegs sind haben wir noch nie so viele Radrennfahrer gesehen wie heute.
Einmal, ich konnte nicht anders bin ich bei einer längeren Bergauffahrt einer Gruppe von ca. 20 Radrennfahrern nachgefahren, konnte auch alle am Berg überholen und die andere und ich hatten ihren Spaß.
Nach einigen Minuten haben sie mich natürlich eingeholt.
Die erste Stadt in die wir heute einfahren ist Cannes. Wir machen einige Fotos am Red Capet wo jedes Jahr die Filmfestspiele stattfinden und übertragen werden.
Nach weiteren 13 km kam Antibes wo es eine sehr entzückende Altstadt gibt.
Mit ganz vielen Cafés und Restaurants. Wir schieben unsere Räder durch die überaus belebte Altstadt und kaufen in einem Markt noch etwas ein.
Bevor wir die letzten 26km nach Nizza Fahren essen wir auf eine schmalen Meeressteg noch alles was wir in den Taschen haben.
Die Stadteinfahrt nach Nizza und die ewig lange tolle Strandpromenade wird uns lange in Erinnerung bleiben.
Sehr großzügig angelegt sind der Radweg mit der Fußgänger Promenade.
Auch der km lange Sandstrand von Nizza kann sich sehen lassen.
Sissy hat uns wieder ein Hotelzimmer in der Altstadt gebucht und wir genießen noch eine traumhaften Abend!
03.05.26 Von Nizza nach Saint Jeancap Ferrat 12km mit 160Hm
Die kurze Fahrt rüber nach Ferrat ist wieder unglaublich schön, weil die vielen Buchten und Einblicke wirklich spektakulär sind.
Wir wollen heuer nicht weiterfahren weil das Wetter ab morgen dramatisch schlechter wird. Es ist sehr viel Regen angesagt und Zeltplatz kommt dann länger keiner. Und in Monaco abzusteigen würde uns ein Loch ins Börserl brennen.
Also Chechen wir vor Monaco hier ein und sitzen das Schlechtwetter aus und hoffen Übermorgen weiterfahren zu können.
In 2 Radtagen sollten wir in Italien sein.
Am Abend gehen wir noch einmal fein Französisch essen und haben einen perfekten Platz direkt am Meer im Hafen.
04.05.26 Ruhetag in Saint Jean Cap Ferrat
Wir haben 2 Nächte hier gebucht. Einerseits deshalb weil für heute sehr schlechtes Regenwetter angesagt wurde und zum anderen uns eine Pause nach gut 11 Radtagen auch gut tut.
Blöd nur das es gar nicht geregnet hat. Zum Teil war’s sogar sonnig. Am späteren Nachmittag kam starker Wind auf indes kühlte deutlich ab. Am Vormittag machen wir eine kleine Wanderung auf einen schmalen Weg direkt immer dem Meer entlang.
Heute ist der erste richtige Erholungstag auf der Tour. Ich mache sogar ein kleines Mittagsschläfchen, was sich total eigenartig anfühlt weil wir ja sonst Tagsüber nur in Bewegung sind. Jetzt sieht es so aus als würde das regen Wetter erst morgen kommen, mal sehen wies kommt. Sonst haben wir ein Regenrennen in Monaco hahaha.
05.05.26 von Ferrat nach Taggia 75km 898Hm
Der angesagte Regen ist doch noch Nachts gekommen. Der Morgen ist aber trocken und wir kommen nach einem Frühstück in eine kleinen Bäckerei so gehen 8:45 weg.
Es geht sofort mächtig rauf noch Eze. Im letzten Schlussstück beginnt es zu regnen.
Wir ziehen was Wärmers an werfen den Regenschutz über.
Wir sind zwar nur 400 Meter über dem Meer aber es hat kräftig abgekühlt und sobald man dann verschwitzt steht wird einem kalt.
Während Sissy sich etwas die Mittelalterliche Burg gibt bleibe ich bei den Räder den es sind sehr viele Menschen heroben trotz des schlechten Wetters.
Bald aber fahren wir die 22km weiter nach Monaco.
Schon beim hineinfahren präsentiert sich das Fürstentum als eine komprimierte faszinierende Stadt.
Hochhaus an Hochhaus und trotzdem ein spezieller Baustil mit tollen Balkonen macht es einzigartig.
Aber was wäre Monaco ohne dem F1 GP?
Natürlich genauso schön, aber der Nimbus der dröhnenden Boliden gehört zu dieser Stadt einfach dazu.
Unzählige Straßen Sportwagen aller Marken begegnet man hier und alle wollen sie den Original Strassenkurs auch abfahren.
Wir machen das mit unseren Rädern ebenfalls und fahren fast 2 Runden.
überall steht Polizei und die haben auch mächtig viel zu tun hier und diverse Möchtegern Rennfahrer im Zaum zu halten.
Ca. 2 Stunden sehen wir den Hafen, das Casino, und die wichtigsten Sehenswerten Dinge in der kleinen Stadt.
Dann sind wir eigentlich froh auf diesem Hexenkessel herauszufinden und in Richtung Italien zu fahren.
Um 13:30 verlassen wir Frankreich und wollen noch nach Taggia fahren.
Die Italienische Rivera ist genauso schön wie die Französische.
Wir kommen heute noch auf fast 900 Hm und sind froh gegen 17h am gebuchten Budget Hotel anzukommen.
Duschen und Abendessen steht noch am Programm
06.05.26 Von Taggia nach Savona 98km 726Hm
Weiter geht es die ersten 21 km auf den unerwarteten aber unglaublich schönen Bahntrassen Weg. Das besondere an diesem ist das er wirklich perfekten glatten Asphalt hat, und zu andern total lange gut beleuchtete Tunnels hat die sogar mit Musik bespielt werden und ein absoluter Genuss sind.
Gegen Mittag wird der Wind zum heftigen Sturm. Zum Glück zwar von hinten aber es gibt so viele Stellen wo der Wind Ur plötzlich umkehrt oder noch schlechter plötzlich heftigst von der Seite kommt das wir regelrecht von einer zur anderen Sekunde um 1 Meter seitlich versetzt werden.
Das zehrt etwas am Nervenkostüm und so sind wir trotz gutem Wind nach fast 100km und den vielen Höhenmetern ziemlich erledigt und ein wenig „Winddepert“
Jetzt wo wir in Savona angekommen sind geht es für uns morgen Richtung Norden weiter.
07.05.26 Von Savona nach Cantalupo 86 Km 769 Hm
Von unseren letzten Quartier am Strand kommen wir nach einem typisch Italienischen Frühstück um 8:45 weg.
Nach rund sechs Km biegen wir links weg. Am jetzt führt uns der Weg nur mehr nach Norden und vorallem sehr lange Bergauf.
Wir müssen heute über das Appenin Gebierge.
Und es geht auch gleich los mit den Steigungen. Die erste 5 km moderat aber je weiter wir in die Berge fahren desto giftiger werden die Anstiege.
Teilweise kommen dann Abschnitte mit 12-14%
die ganz anständig fordern.
Nach etwa 37 km erreichen wir die Passhöhe und machen in einem kleinen Dorf eine schöne Kaffeepause.
Wir sind total verschwitzt und obwohl wir uns umziehen und anziehen frieren wir beide vorallem als wir nach der Pause weiterfahren.
Die Abfahrt war zwar unspektakulär weil nicht steil aber dafür geht es relativ flach gut 40km immer gemütlich Bergab.
In Sasselo einen größeren Dorf genehmigen wir uns einen verdienten Salat mit Thunfisch und Mozarella!
Wir beschließen noch ca. 30km weiterzufahren und erreichen um 15:30 Cantalupo unser heutiges Etappenziel.
Sissy hat Mittags wieder ein tolles Apartment gefunden und gebucht.
In dieser Gegend sind die Zeltplätze rar und oft auch nicht günstiger als ein festes Quartier.
Am Abend gehen wir im Ort noch auf ein verdientes Bier
08.05.26 Von Cantalupo nach Piazenca 113km mit 247hm
Am Vorabend beschließen wir am heutigen Tag 1 Stunde früher aufzustehen, weil wir über 110 km fahren wollen. Noch dazu soll der Wind ungünstig von vorne kommen.
Also fahren wir kurz vor 8h los.
Wir sind gut ausgeruht und es läuft von Beginn an sehr gut.
Der große Unterschied zu gestern, es gibt hier in der tiefen Po Ebene keine Berge.
Was sich extrem auf die Durchschnittsgeschwindigkeit auswirkt. Wir können konstant immer über 20km
halten und obwohl der Wind meist von vor oder der Seite kommt haben wir mit 2 Pausen um 14:20 mehr als 110km hinter uns gebracht.
Sissy hat den Windschatten gut gehalten und so sind wir heute früher als geplant am Ziel.
Wir gehen noch in die Alt Stadt und bummeln ein wenig herum.
09.05.26 Von Piazenca nach Sirmione am Gardasee 110km mit 260Hm
Von unseren unter neuen und sauberen Apartment kommen wir heute um genau 8:30 weg.
So wie gestern läuft es von Beginn an gut und wir können die ersten 32 km bis zur ersten Pause fast ohne Wind durchfahren.
An einem Café wo wir unseren verspäteten Frühstücks Café einnehmen lernen wir einen Italienischen Radrennfahrer kennen der uns erzählt das er heute zum Training eine 300km Tour fährt und 110km hat er schon. Er zeigt uns seine Tour und will auch einiges wissen was wir alles schon gemacht haben.
Keine 20 min später ist er schon wieder los sein Ziel des heutigen Tages nicht aus den Augen zu verlieren.
Auch für uns ist die Pause eher kurz weil auch wir unser Ziel mit Sirmione noch in weiter Ferne haben.
Aber frisch gestärkt gehen weg ig in den 2 Tagesabschnitt und machen nach 62 km die nächste Pause bei einem Supermarkt wo wir etwas Zuviel einkaufen was dem Hunger geschuldet ist!
An einem sonnigen „Steinbankerl“ verzehren wir unser Mittagessen und einige Leute sprechen uns wieder an!
Der dritte Abschnitt ist dann der schnellste auch deshalb weil über Mittag Wind aufgefrischt hat und Glücklicherweise in unsere Richtig bläst.
So schaffen wir, das wir gegen 15:30 in Sirmione am Gardasee angekommen und in einem sehr netten Campingplatz einchecken.
Nach dem einchecken und dem Zeltaufbau genießen wir ein erfrischendes Bad im See und machen uns einen perfekten Abend am See mit einem Abendpicknick.
10.05.26 Von Sirmione nach Ria del Garda mit dem Schiff
Ein kleines Stück vom Campingplatz raus nach Sirmione wo die Fähren wegfahren.
Gerade als wir auf das Fährschiff warten beginnt es zu regnen. Allerdings geht das Einsteigen rasch von statten sodas wir nicht wirklich mehr nass werden.
Nach der ersten Station in Garda Wechsel wir auf eine andere Fähre mit der wir dann insgesamt 3 Stunden sämtliche kleine Orte am See abfahren und wo ein reger zu und Ausstieg vor sich geht.
Die gesamte Zeit über regnet es relativ stark aber die Sicht ist trotzdem akzeptabel.
Am Schiff lernen wir eine 60 Jährige Amerikanerin Aus Colorado kennen.
Ihr Name ist Ren und sie macht auch ganz viele Radtouren und hat schon unglaublich viel erlebt.
So vergehen die Stunden rasch denn es gibt mehr als genug Gesprächsstoff.
Als wir Riva erreichen regnet es leider noch immer und wir suchen rasch ein Lokal wo wir etwas essen.
Um 15:45 checken wir im Zentrum von Ria in ein kleines Hotel ein, wo wir für 2 Nächte bleiben.
Für morgen ist sehr viel Regen angesagt und somit nützen wir den morgigen Tag zur Regeneration weil wir ohnedies jetzt sehr viel gefahren sind.
Am Abend bummeln wir noch in der Stadt und gehen gut Pizza essen.
11.05.26 Ruhetag in Riva del Garda!
Zuerst genießen wir mal ausgiebig das richtig gute Hotelfrühstück!
Als es etwas besser wettertechnisch aussieht, begeben wir uns in die Stadt und schlendern durch die Gassen und begutachten diverse Geschäfte.
Am frühen Nachmittag brechen wir zu Fuß auf um die herrliche Ponale hinauf zu wandern. Vor ca. 10 Jahren waren wir einige Male zum Mountainbiken hier in Riva.
Leider Regnet es ziemlich intensiv und die Sicht ist etwas eingeschränkt. Trotzdem ist der spektakuläre Weg durch die Steilen Felswände jedesmal umwerfend beeindruckend.
Erst am Abend beruhigt sich das Regenwetter und lässt uns hoffen das es morgen wo wir weiterfahren trocken ist!
Ein Besuch in einer der guten Pizzerias ist der perfekte Abschluss in Riva!
12.05.26 Von Riva del Garda nach Salurn 83km mit 559 HM
Nochmals gehen wir mit vollem Genuss zum Frühstück, weil wir das ja nicht immer dabeihaben.
Heute treffen wir ein 4er Gruppe E Biker aus Österreich und wir plaudern ein wenig.
Um 9h kommen wir dann weg.
Das erste Stück raus aus Riva ist flach am See entlang aber schon nach etwa 4 km geht es auf einem Radweg gleich mächtig Steil Bergauf.
Gut 2 km verlangt uns dieses Stück mit 14-16% gleich alle Kräfte ab.
Ziemlich ausgepumpt vom See weg machen wir in einem Satz gleich 250Hm.
Danach geht es nach Rovereto gleichmäßig mit geringer Steigung bergauf.
In Rovereto gehen wir in ein Bikeshop. Ich kaufe eine Radshirt und eine neue Regenjacke weil meine alte nicht mehr richtig gut dicht ist.
Als wir weiterfahren jetzt am wirklich schönen Eatschtal Radweg kommt der angesagte Gegenwid auf und wird im laufe des Tages leider immer stärker.
Zudem macht mit mein Mittelgetriebe Sorgen weil es Geräusche von sich gibt die die sich nicht gut anhören.
Der Gegenwind mit dem ständigen Bergauffahren macht uns langsam etwas müde und zum Schluss hat Sissys Hinterreifen noch einen Platten.
Da wir aber nur mehr 5 km zum gebuchten Quartier haben pumpe ich fest auf und es reicht gerade bis zum Ziel.
Trotzdem sind wir happy das es nach dem gestrigen Regentag heute so gut ausgehalten hat Wettertechnisch
13.05.26 Von Salurn nach Brixen 77km mit 542Hm
Nachdem ich den Platten an Sissys Rad gestern Abend noch repariert habe geht die Reise ungehindert heute Früh gegen 8:30 weiter.
Es erwartet uns noch einmal ein sonniger schöner Tag.
Anfangs haben wir noch wie gestern Gegenwind aber schon am Vormittag dreht der Wind in unsere Richtung und endlich geht es etwas entspannter zu fahren.
Nach dem ich gestern ins Mittelgetriebe viel Öl rein Rinnen hab lassen sind die Geräusche fast weg.
Der Etsch entlang führt ein super schöner Radweg bis nach Bozen wo wir am Hautplatz
( Walther) die erste Rast machen und Café trinken.
Jetzt erst sehen wir wie schlecht das Wetter in den Bergen erst angesagt ist, mit Schnee und viel Kälte. Unter diesen Umständen wollen wir nicht auf über 1500 Meter Seehöhe rauffahren und beschließen kurzerhand unsere Tour zu ändern.
Eben nicht über den Reschenpass sonder jetzt nach Brixen und dann über Lienz - Steiermark nach Hause. Da kommen wir nicht so hoch in die Berge, weil es bleibt auch später Wettertechnisch mehr als durchwachen!
So geht unsere Fahrt von Bozen weiter Richtung Brixen und der Eissack Radweg ist nicht weniger schön als der Etschtal Radweg.
Nach eingehender Prüfung aller Wetter Apps die alle für die nächsten 3 Tage total unbrauchbares Radwetter mit viel Regen Ansagen bucht uns Sissy in ein Wellness Hotel ein, wo wir gleich nach unserer Ankunft ausgiebig die Sauna Landschaft nutzen.
14.05.26 Regentag / Ruhetag in Brixen
Wie angesagt hat sich das Regenwetter eingestellt und wir können maximal nur die Brixner Altstadt die sehr sehenswert ist besichtigen.
Hier gibt es gleich 2 Kirchen direkt nebeneinander und in einem Innenhof gibt es den längsten Kreuzgang Südtirols.
Die engen Gassen und die eigenwillige Architektur verleihen der Stadt einen besonderen Charm.
Am Nachmittag genießen wir die Saunalandschaft im Hotel
15.05.26 Von Brixen nach Toblach 69km 955Hm
Wir kommen um 8:00 aus dem Hotel und begeben uns sofort zur 80 Meter entfernten Bäckerei.
Nach dem 20 Minütigen Frühstück vor dem Geschäft am Brunnen, fahren wir los.
Es ist sehr kalt geworden, es hat nur 4 Grad Plus und es hat weit heute Nacht herunter Geschneit.
Die ersten 36km nach Bruneck regnet es noch nicht aber wir frieren speziell in den Fingern und in den Zehen!
Am Hauptplatz in Bruneck gehen wir in ein Café in dem es aber auch nicht warm ist.
Dafür bekommen wir dort tolle Schlutzkrapfen zum Essen serviert.
Trotz der würdigen Umstände, es hat zu regnen begonnen fahren wir noch bis Toblach und quartieren uns kurzfristig im Haus Heidi für die kommende Nacht ein.
16.05.26 Von Toblach nach Greifenburg 92Km mit 335Hm
Im Haus Heidi war es ideal, es lag auch direkt am Radweg und es war unkompliziert ohne Voranmeldung ein Zimmer dort zu bekommen.Auch das Frühstück war absolut zufriedenstellend.
Wir kommen gegen 8:30 weg. Es hat wieder 4 Grad aber es hat aufgerissen und es kommt sogar die Sonne durch.
Unser Weg führt uns jetzt nach Innichen und hier haben wir auch den höchsten Punkt erreicht. Wir befinden uns nun auf 1200 Meter Seehöhe. Zwei Dinge freuen uns jetzt ganz besonders. Zum einen geht es ab Jetzt mehrheitlich Bergab und zum anderen kommen wir jetzt über die Grenze zurück nach Österreich . Schon ein spezieller Moment nach 8 Wochen Fahrt durch Spanien , Frankreich und Italien.
Runter geht es jetzt nach Lienz in Osttirol.
Am dortigen Hauptplatz der übrigens sehr großzügig und schön ist, setzen wir uns in ein Café direkt am Platz.
Wir genießen die Sonnenstrahlen obwohl die Luft sehr kalt ist. Nach gut 30Min. Wird es uns aber doch zu kalt und wir fahren wieder weiter. Insgesamt geht es heute gut 600 Hm Bergab und auch der Wind kommt heute von Hinten.
Die gesamte Strecke ist Radweg und zwar einer von der Sorte die ich auch mag, ohne viele Unterbrechungen und blöden Stellen.
So erreichen wir schon gegen 15:40 Greifenburg wo wir uns am Reiter Campingplatz unser Zelt aufstellen.
Die Abendsonne beleuchtet die umliegenden Berge in fast kitschigen hellen sanften Licht.
Mit dem letzten Gas aus der Camping Kartusche koche ich frisches Gemüse mit in Käse Sauce und vorgegarte Sperips brate ich auch noch dazu.
Ein traumhaftester Radtag geht zu Ende.
17.05.26 Von Greifenburg nach Gödersdorf 92Km mit 1045Hm
Vom netten Campingplatz in Greifenburg kommen wir zeitig weg. Haben noch alles vorher in der Sonne trocken lassen.
Heute steht uns ein harter Berg bevor, gut das wir nicht wussten was da auf wartet.
Der Kreuzberg beginnt nach einigen Kilometern und am Beginn warnt uns eine große Tafel mit dem 15% Zeichen.
Der Wahnsinn dabei war das es tatsächlich dann aber 18% waren und das auf einer durchgängigen Länge von 1 Kilometer.
Bei dieser Steigung mit unseren Über 40kg schweren Rädern echt der totale Wahnsinn.
Mit einer kurzen Erholungspause schaffen wir aber diesen schwierigen Abschnitt und der Rest ist dann eigentlich nicht mehr so heftig für uns.
Nach kurzer Rast in einem Berggasthof fahren wir noch vor den Weissensee und genießen den Blick auf den kalten Bergsee.
Danach geht es den restlichen Weg noch Bergauf zur Passhöhe.
450 schwere Höhenmeter sind geschafft.
Die Abfahrt ist eine wahre Belohnung für die Bergauf Fahrt und offenbart uns wie schön auch die Kärtner Berglandschaft ist.
Die herrlichen Seen kennt man Ja sowieso.
Am NM lasse ich mich noch hinreißen eine Wettfahrt mit einer starken Gruppe von Radrennfahren zu machen und hole mir für mein sportliches Ego eine positive Bestätigung.
Obwohl ich mich bei der Aktion kurz total Leer fahre, hat es mir total Spaß gemacht mich kurz zu messen.
Gegen 16:20 erreichen wir Freunde von uns in Gödersdorf die uns herzlich empfangen. Wir haben sie länger nicht gesehen und wir haben uns viel zu erzählen.
Nebenbei beikommen wir ein fantastisches Abendessen Serviert und wir plaudern bis spät in die Nacht. Natürlich dürfen wir im Gästezimmer Nächtigen.
Wieder geht ein herrlicher Radtag zu Ende.
18.05.26 Von Gödersdorf nach Längsee Campingplatz 66km mit 356Hm
Von Gödersdorf geht die Tour der Gail entlang Bergab. Weil es gestern doch später geworden ist wir heute Morgen noch ein reichliches Frühstück bekommen haben wo wir wieder ausgiebig zum quatschen kamen, ist es fast 10h als wir wegfahren.
Der Radtag ist heute sehr entspannt im vergleich zum anstrengenden gestrigen.
Weil am frühen Nachmittag es zuzieht und nach Regen aussieht beschließen wir den nächsten Campingplatz zu nehmen der auf unserer Route liegt.
So erreichen wir Camping Längsee um etwa 15:45.
Der Campingplatz hat gerade neu eröffnet und wir sind ziemlich die ersten Gäste überhaupt bei denen.
Sie bemühen sich ganz speziell um uns!
19.05.26 Vom Campingplatz am Längsee nach Spielberg Campingplatz 93km mit 965Hm
Als wir vom Campingplatz losfahren fahren wir längere Zeit neben einer stark befahrenen Schnellstraße. Diese ist von sehr schlechter Qualität und meist eine wahre rumpelpiste.
Über den Perchauer Sattel kommen wir heute schon in die Steiermark.
Auf dieser Bundesstraße fahren leider auch sehr viele LKWs die uns oft auch sehr nahe kommen, oder manchmal länger hinter uns herfahren müssen weil die uns nicht überholen können.
Der Murtal Radweg erweist sich als sehr anstrengender Weg da es ständig Rauf und Runter geht.
Unser Ziel Spielberg erreichen wir relativ spät gegen 17:20
Der Campingplatz In Oberlobing ist genial schön. Der Zeltplatz ideal unter einer alten Eiche und zusätzlich unter einem Extra Zeltdach.
Zudem gibt es eine alt Wohnzimmer welches sich wie zu Hause anfühlt, echt genial dort!
20.05.26 Vom Campingplatz Groß Lobming 75km mit 484Hm
Also diesen Campingplatz sollten wir uns echt merken. Toller Platz am See, unglaublicher Aufenthaltsraum, ein echtes Wohnzimmer und super freundliche Besitzer.
Trotzdem können wir nicht länger bleiben und starten Tags darauf in Richtung Seeberg.
Die heutige Etappe führt uns zuerst bis Leoben dann über Bruck an der Mur und durch Kapfenberg.
Wir sind jetzt jetzt schon den 6 Tag unterwegs an dem wir hintereinander viele Km und Höhenmeter gemacht haben und entscheiden noch morgen bis Mariazell zu fahren und dann vor der allerletzten Tagesetappe einen Pausentag einzulegen.
Nach Kapfenberg kehren wir in ein Wirtshaus ein und freuen uns das erste Mal seit längerer Zeit ein Wiener Schnitzel essen zu können.
Anschließend fahren wir noch bis Kurort Aflenz rauf, wo wir im Hotel Post für 1 Nacht Quartier beziehen.
21.05.26 Von Aflenz nach Mariazell 43km mit 765Hm
Nach einem super Frühstück verlassen wir das erwürdige alte Hotel in Aflenz.
Wir plaudern noch eine Weile mit dem Chef der uns erzählt das es nicht unbedingt einfach ist dieses alte riesige Hotel positiv zu führen.
In der Nacht und auch noch am Morgen hat es intensiver geregnet und wir warten sogar ein wenig zu um nicht im Regen starten zu müssen. Um 9:10 ist es dann soweit das wir aufbrechen können.
Die Straßen sind zwar noch nass aber es hat etwas aufgerissen und das verspricht Wetterbesserung.
Gleich zu Beginn nach Aflenz fordert uns der Anstieg raus zur Bundesstraße gleich ordentlich mit seiner steilen Straße.
Danach geht es bis Seewiesen moderat bergauf. Jetzt kurz nach Seewiesen zeigt uns ein 13% Prozent Schild das es ab jetzt richtig losgeht mit den Anstieg.
Es sind 2 Passagen mit 12 und 13% die auch einigermaßen lang sind, der Rest ist immer so um 8% steil.
Auf der Passhöhe sehen wir die 1265 Meter Seehöhe als höchsten Punkt.
Und just als wir oben ankommen beginnt es ein wenig zu Regnen, nicht nennenswert aber doch so das wir uns die Regenjacke überziehen.
Die Abfahrt ebenfalls mit 12% ist dann trotz der leichten Nässe wieder eine Freude.
Gegen 14:45 erreichen wir Mariazell und beziehen gleich im Hotel Kirchenwirt unser Zimmer.
Am Nachmittag gehen wir zum Pircker am Hauptplatz und genießen herrlichen Kuchen und Kaffee.
Heute müssen wir oft daran denken das wie rasch wieder diese schön Radzeit vergangen ist und das heute unser vorletzter Radtag ist.
Morgen Freitag den 22.05. machen wir noch einen Pausentag bevor wir am Samstag zur letzten Etappe nach Hause aufbrechen!
23.05.26 Letzter Radtag von Mariazell nach Hause 93Km mit 329Hm
Noch einmal können wir das herrliche Hotel Frühstück genießen und sind gehen danach voller Freude auf die letzte Etappe!
Eigentlich gibt es 3 verschiedene Möglichkeiten
Heimzufahren.
Wir entscheiden uns für die St. Äegyd Strecke.
Nach einiger Zeit schon erreichen wir die Sattelhöhe am Gschord. Das Wetter könnte nicht besser sein und noch einmal dürfen wir die Bergabfahrt so richtig genießen.
In Hohenberg machen wir die erste Rast im Café Schuh.
Um 13h sind wir schon in Wilhelmsburg wo wir uns mit einer Bekannten treffen die uns spontan zum Eisessen eingeladen hat.
Kurz danach rufen uns zwei Radfahrer zu;
Hey Biking Baiers bleibt kurz stehen wir wollen mit euch sprechen.
Das war eine überaus nette Begegnung mit Follower aus Instagram.
Und dann fahren wir den Rest der Strecke durch. Es war ein absolut tolles Gefühl nach Hause mit denn Rad zurückzukehren.
Linda und Elias empfangen uns voll lieb und es ist ein echt magischer Moment.
Als wir gerade anstoßen auf unsere Rückkehr kommt noch Leopold Kalteis mit dem Rennrad vorbei und wir feiern gemeinsam.
Für uns geht diese fantastische Reise nun zu Ende.
Wir sind sehr dankbar das gemeinsam erlebt zu haben und vorallem auch Gesund zurück gekommen zu sein!